Kategorie B B – Feintarierung (ausschließlich mit der Lunge)

Landeplatz

DTG-Übungen · Tarierung

Landeplatz

Zielsetzung der Übung

Ganzkörper Koordination, "Bewegungsbereich Taucher" erfühlen und mehr

Aufbau

Die Bögen werden nebeneinander auf einer gedachten Grundlinie in einem Abstand von etwa einer Armspanne auf dem Beckenboden aufgestellt. Neben den jeweils nach innen gerichteten Bogenabschnitten wird auf jeder Bogenseite jeweils ein Tauchring platziert. In diese Ringe hinein werden die Golfbälle gelegt. Liegen die Bälle später im Bereich der Hände, werden sie von einem Ring in den anderen Ring gelegt. Liegen die Bälle später im Bereich der Beine, so dienen sie dort als Indikator für eine evtl. zu heftig ausgeführte Flossenbewegung.

Hinweis: Die Golfbälle können sehr leicht durch unachtsame Flossenbewegungen aus den flachen Tauchringe herausgespült werden und sind somit ein guter Indikator dafür, ob das Abtauchen und Verlassen des Landeplatzes tatsächlich „achtsam“ erfolgt ist.

 

Durchführung

Der Taucher schwebt in ca. 1,5 m über dem Beckengrund und steuert so auf den Aufbau zu - idealerweise ausschließlich mittels der Flossen und ohne Einsatz der Hände. Für das Landen muss sich der Taucher über der Grundlinie zwischen den beiden Bögen so ausrichten, dass er bei tiefer Ausatmung mit dem Gesicht vor einem Bogen und mit dem anderen Bogen zwischen seinen Flossen auf der Grundlinie zu liegen kommt. Die Bögen werden zu keinem Zeitpunkt berührt - weder vom Taucher selbst noch von seiner Ausrüstung. Hände, Unterarme, Bauch und Knie können und sollen den Boden berühren. Die Unterschenkel sollten allerdings während der gesamten Übung angewinkelt bleiben und die Flossen sollten ebenfalls weit vom Boden entfernt und ruhig gehalten werden. Idealerweise stützt sich der Taucher zunächst mit den Händen auf dem Boden ab, während der Körper weiter langsam absinkt. Wichtig ist vor allem die Haltung der Beine und Flossen während des gesamten Übungsablaufes.

Nun wird die gesamte Luft aus dem Jacket gelassen und der Taucher ruht in entspannter Haltung zwischen den Bögen. In dieser Haltung wird die Aufgabe durchgeführt, z.B. werden die Golfbälle von der einen auf die andere Seite und durch den Bogen hindurch umgelegt. Dieser Teil der Übung soll den Taucher „ablenken“. Sollten während der Übung die Beine abgesenkt, gekreuzt oder heftig bewegt werden, so wird man das durch die Berührung des hinteren Bogens oder durch herausgespülte Golfbälle schnell merken.

Der Landeplatz wird verlassen, indem zunächst Auftrieb über das Jacket hergestellt wird (Grobtarierung). Durch ein tiefes Einatmen wird der Landplatz nach oben verlassen. Erst in ca. 1,5m über dem Grund, werden die Beine wieder ausgestreckt und die Flossen wieder eingesetzt. Der Taucher sollte nach der Übung in ca. 1,5 m über dem Boden wieder austariert sein und die Anordnung verlassen können.

Variation(en)

  • Übung wie beschrieben in einer Richtung durchführen

  • Nach Ablage des ersten Balls mittels eines Helicoter-Turns über der Anordnung zum fußseitigen Bogen wechseln

Bemerkungen

Statt der Bögen lassen sich auch andere „Hindernisse“ verwenden, z.B. mit Kies gefüllte Kunststoffflaschen, kleine Unterwasserbojen, mit Grundgewichten beschwerte Kunststoffkanister, Grundfläche für den Aufbau: ca. 4m x 1m

Abbildungen

Landeplatz Beispiel
Schematische Darstellung
Beispiel : Helikopter Turn

Quelle: Philipp, Eckhardt (Ecki), TSC Bietigheim e.V., 2025